Man sollte nicht immer das letzte Wort haben, aber wenigstens noch ein Nachwort...

Wem soll man Danke sagen ?

 

Warum Dank, wenn man allein steht, sich das Leben anders entwickelt hat, wie in den Träumen die man hatte???

Ich selbst kann mir nicht danken, denn ich bin die Ursache für den Zustand meines Lebens. Ich muß mich fragen, was ich daraus gemacht habe und wie ich Erziehung, Ratschläge, Hilfen meiner Familie, Freunde und Menschen die mich auf das Leben vorbereitet haben, genutzt und umgesetzt habe ??

Wie ich die Gefühle anderer Menschen verletzt, aber auch für mich erkannt, angenommen oder erwiedert habe.

Und das geht nur, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, meine Fehler eingestehe, sie bei mir selbst suche, bevor ich vor fremder Tür "kehre"...

Ich bin das Leben,... mein Leben und verantwortlich dafür wie es ist und auch wenn es eine Bürde geworden ist, dann hilft es nicht sich einfach davon zu stehlen, das ist die simpelste aber auch schäbigste Art mit seinem Leben zu brechen.

Ich muß mein Leben "Filtern", an dem Guten arbeiten, das ich besitze, an den Talenten die ich habe und etwas daraus machen. 

Ich möchte von der Liebe und der menschlichen Wärme, die ich von Großeltern, Eltern, und vielen anderen Menschen empfangen habe etwas zurück geben in meinen Werken... Für diese Menschen empfinde ich einen großen Dank den man nicht mit Geld aufwiegen kann...nur mit Liebe...

 Gerd Lutze..."Gerlut"     

Es gab einen ganz besonderen Menschen in meinem Leben..."Mein Großvater"... Walter Lutze

Ihm verdanke ich unendlich viel, Talent und Güte, Liebe und Humor und Bescheidenheit... 

Er konnte wunderbar zeichnen, malen und dichten...

In seinem Nachlass habe ich sein Tagebuch gefunden, die Erlebnisse eines jungen Frontsoldaten...

Mein Versprechen, es wird nicht in Vergessenheit geraten...

 

 Für meinen Großvater

 

Ich hab auf Deinem Schoß gesessen

und Du hast meine Hand gelenkt.

Hab´ um mich her die Welt vergessen,

die schönste Zeit hast Du geschenkt.

 

Bilder gemalt, voll Phantasien,

Geschichten ersonnen und erzählt.

Bin hinaus geritten, auf Deinen Knien,

in eine neue, spannende Welt.

 

Hast mir den ersten Hund geschenkt

und so gelehrt, Natur zu lieben.

Auch das man an den "Nächsten" denkt,

ist heut´ noch tief in mir geblieben.

 

Hab´ nie ein böses Wort gehört,

warst  für mich stark und riesengroß.

Mein "Frechsein" hat Dich nie gestört,

hast mich gezähmt, auf Deinem Schoß.

 

Hast beide Kriege miterlebt,

doch die Gewalt, war die stets fremd.

Nach Harmonie hast Du gestrebt,

gabst anderen Dein letztes Hemd !

 

 Du hattest es nie leicht im Leben,

die "schwere Zeit" stand im Gesicht.

Kein Mensch hat mir so viel gegeben,

mein Dank dafür ist dies Gedicht.

 

Nun steh´ ich hier vor kaltem Stein,

und wünsch die Kinderzeit zurück.

Die Tränen, die ich um Dich wein´,

sind nur ein kleines Stück vom Glück.

 

Gerlut

(für meinen Großvater Walter Lutze)

 

 

„Was ist wichtig auf der Welt?“

 

Was ist das Wichtigste auf dieser Welt?

Für viele ist es nur das Geld…

Heißt auch Mammon, Kröten und Devisen,

es formt uns Menschen, nachgewiesen.

 

Die Gier, sie treibt uns hinterher,

grad` Frauen lieben es doch sehr…

Verkaufen sich für s´ liebe Geld,

solang` man denkt auf dieser Welt.

 

Ich habe Keins, und bin doch froh,

mein Streben liegt ganz anders wo.

Mein Glück, hat einen andern Grund,

ich freu` mich, denn ich bin gesund.

 

Ich lieb´ mein Leben, als Geschenk…

Ehrlichkeit und Freundschaft eingedenk.

Ich freu` mich über jeden Tag,

den Gott mir schenkt, weil Er mich mag.

 

Ich freu` mich über jeden Freund,

der zu mir steht … es ehrlich meint.

Ich freu` mich über jede Stund`,

die ich erleb`… und bin gesund.

 

Ich freu` mich hier bei Euch zu sein,

im Freundeskreis und nicht allein…

Und wer sich mit mir freuen kann,

der ist ein Held und „reicher Mann“…

 

Gerlut 2012